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Sternzeichen Tierkreiszeichen

Ein Horoskop ist die schematische Darstellung der Konstellationen von Sonne, Mond und Planeten am Himmel zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt - der genauen Geburtszeit - und von einem exakt berechneten Punkt - dem Geburtsort - aus gesehen. Dieses Schema besteht aus einem in 360° eingeteilten Kreis, der die scheinbare Jahresbahn der Sonne darstellt, die von den Astronomen Ekliptik genannt wird und in Wirklichkeit der Ebene der Erdbahn um die Sonne entspricht.

Die Astrologen unterteilen den Sonnenweg in zwölf Abschnitte zu je 30°, die zwölf Tierkreis- oder Sonnenzeichen. Diese Sonnenbahnabschnitte stimmen mit den gleichnamigen, aber verschiedenen großen Sternbildern des Fixsternhimmels nicht überein. Der Sektor, in dem sich die Sonne im Augenblick der Geburt befindet, bestimmt das Sonnenzeichen der Geburt. Wer z.B. Anfang Oktober geboren ist, bei dem steht die Sonne zu diesem Zeitpunkt im siebenten Zeichen, in der Waage. Das Sonnenzeichen des Betreffenden ist demnach die Waage. Der in der westlichen Astrologie allgemein geltende Tierkreis nimmt seinen Anfang mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche (Äquinoktikum).

Das ist die Stellung der Sonne zu dem Zeitpunkt im Frühling, wenn Tag und Nacht überall auf der Erde gleich lang sind, was jedes Jahr etwa um den 20./21. März der Fall ist. Astronomisch wird der Frühlingsäquinoktialpunkt als der Ort im Raum definiert, wo die Erdbahnebene (die Ekliptik) die in den Himmelsraum fortgesetzte gedachte Äquatorebene der Erde (den Himmelsäquator) schneidet (Abb. 1). Die Frühlings-Tagundnachtgleiche findet statt, wenn die Sonne auf ihrer scheinbaren Reise entlang der Ekliptik von einer Stellung südlich des Äquators zu einer nördlich des Äquators vorrückt (von der Erde aus gesehen, die sich ja um die Sonne bewegt).

In der Astrologie wird dieser Punkt 0°
(null Grad) Widder genannt. Dies ist der Anfang des bei uns üblichen Tierkreises.
In der Fremdsprache der Astrologen hat das Horoskop verschiedene Namen: Geburtsbild, Kosmogramm, Thema, Radix, Nativität. Die Reihenfolge der Tierkreiszeichen bleibt jedoch immer gleich (in Klammer die lat. Namen):

1. Widder (Aries) 7. Waage (Libra)
2. Stier (Taurus) 8. Skorpion (Scorpio)
3. Zwillinge (Gemini) 9. Schütze (Sagittarius)
4. Krebs (Cancer) 10. Steinbock (Capricornus)
5. Löwe (Leo) 11. Wassermann (Aquarius)
6. Jungfrau (Virgo) 12. Fische (Pisces)

Die Sonne durchläuft ein Tierkreiszeichen etwa in einem Monat. Wegen Verschiebungen, die durch Schaltjahre, Einteilung der Zeitzonen oder andere Faktoren entstehen, kann der Zeitpunkt, zu dem die Sonne in ein bestimmtes Tierkreiszeichen eintritt, nur ungefähr angegeben werden.

Die genauen Zeiten muss man in der für das entsprechende Jahr gültigen Ephemeride (JAhrbuch mit den täglichen Gestirnständen) nachschlagen.

Die ungefähren Daten der Sonnenzeichen sind:

Widder 21. März bis 19. April
Stier 20. April bis 20. Mai
Zwillinge 21. Mai bis 21. Juni
Krebs 22. Juni bis 22. Juli
Löwe 23. Juli bis 22. August
jungfrau 23. August bis 22. September
Waage 23. Septemeber bis 22. Oktober
Skorpion 23. Oktober bis 21. November
Schütze 22. November bis 21. Dezember
Steinbock 22. Dezember bis 19. Januar
Wassermann 20. Januar bis 18. Februar
Fische 19. Februar bis 20. März

Die Sonne steht entweder in dem einen oder dem anderen Zeichen, niemals in beiden zugleich. Die Trennungslinie zwischen zwei Zeichen wird meist als Spitze bezeichnet. Bei Geburten, wo die Sonne auf eine - oder nahe einer - Zeichenspitze zu stehen kommt kann das Sonnenzeichen nur auf grund eines mathematisch exakt berechneten Horoskops bestimmt werden. Für eine genaue Berechnung muss man Jahr, Monat, Tag, Stunde und wenn möglich auch die Minute der Geburt kennen, ferner den Geburtsort.

Jedes zwölfte Tierkreiszeichen stellt gewisse typische positive und negative Züge menschlicher Verhaltensweisen und Entwicklungsmöglichkeiten dar.
Im Horoskop jedes Menschen sind alle zwölf Tierkreiszeichen enthalten. Ihre Wirkung auf die verschiedenen Lebensbereiche des Geborenen wird durch die Stellung der Planeten in den einzelnen Zeichen und das Zusammenwirken von Tierkreiszeichen und Schicksalsfeldern bestimmt.

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